CRCF: Die EU-Verordnung für Carbon Farming — was Landwirte wissen müssen
Das Carbon Removal Certification Framework (CRCF) der EU schafft erstmals einen einheitlichen Rahmen für Carbon-Zertifikate in der Landwirtschaft. Wir erklären die wichtigsten Anforderungen.
Was ist das CRCF?
Das Carbon Removal Certification Framework (EU-Verordnung 2024/3012) ist ein EU-weites System zur Zertifizierung von CO₂-Entnahmen aus der Atmosphäre. Es umfasst vier Kategorien: Permanente Speicherung, Produktspeicherung, Kohlenstoffanreicherung in Böden und Ökosystemwiederherstellung.
Für die Landwirtschaft relevant ist vor allem die Kategorie "Carbon Farming" (Kohlenstoffanreicherung in Böden und Pflanzen).
Die vier QU.A.L.ITY-Kriterien
Quantifizierung
Die CO₂-Entnahme muss nach anerkannter Methode quantifiziert werden. Für Böden: Messung des organischen Kohlenstoffgehalts (Corg) durch Bodenproben.
Additionality
Die Maßnahmen müssen über das gesetzlich Vorgeschriebene hinausgehen. GLÖZ-Mindeststandards reichen nicht.
Long-term storage
Für Böden: Mindest-Bindungsdauer je nach Methode 5–20 Jahre. Vorzeitige Umwandlung (z.B. Grünlandumbruch) führt zu Rückgabepflicht.
Sustainability
Nachhaltigkeitskriterien müssen erfüllt sein: Biodiversität, Wasserqualität, Bodengesundheit dürfen nicht verschlechtert werden.
Zeitplan CRCF
- • 2024: Verordnung in Kraft (EU 2024/3012)
- • 2025–2026: Delegierte Rechtsakte für spezifische Methodologien
- • 2027: Erster CRCF-konformer Carbon-Markt erwartet
- • Nationale Umsetzung: Bis Ende 2025 durch Mitgliedstaaten
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