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Norm

DIN SPEC 3609: Die deutsche Norm für Carbon Farming — was Sie dokumentieren müssen

DIN SPEC 3609 ist die erste deutsche Norm für Carbon Farming in der Landwirtschaft. Sie definiert Mindestanforderungen an Messung, Dokumentation und Nachweis von CO₂-Bindung in Böden.

Was ist DIN SPEC 3609?

DIN SPEC 3609 (Kohlenstoffanreicherung in landwirtschaftlichen Böden) wurde 2022 vom Deutschen Institut für Normung (DIN) veröffentlicht. Sie ist eine vorkompetitive Norm (nicht verbindlich), die als Grundlage für Carbon-Zertifizierungen und das künftige CRCF-Regelwerk dient.

Anforderungen im Überblick

Bodenprobenahme

Bodenproben in 0–30 cm Tiefe (und 30–60 cm für Dauergrünland). Mindestprobendichte: 1 Probe je 5 ha. Messung Corg, pH, Trockenrohdichte.

Referenzfläche

Vergleich mit einer Referenzfläche ohne Carbon-Farming-Maßnahmen zur Additionalitäts-Bewertung.

Monitoring

Bodenproben alle 3–5 Jahre. Fotodokumentation der Maßnahmen mit GPS und Zeitstempel.

Maßnahmen-Dokumentation

Alle Carbon-Farming-Maßnahmen müssen mit Zeitpunkt, Fläche und Methode dokumentiert werden.

Berechnung

CO₂-Äquivalente werden nach anerkannter Methode (VDLUFA oder RothC-Modell) berechnet.

DIN SPEC 3609 vs. CRCF

DIN SPEC 3609 und das EU-CRCF sind komplementär: Wer nach DIN SPEC 3609 dokumentiert, erfüllt bereits viele CRCF-Anforderungen. Beide verlangen regelmäßige Bodenproben, GPS-genaue Fotodokumentation und quantifizierte CO₂-Äquivalente.

BodenVital ist auf beide Systeme ausgerichtet — eine Dokumentation, zwei anerkannte Standards.

DIN SPEC 3609 Dokumentation mit BodenVital

BodenVital führt Sie durch alle DIN SPEC 3609 Anforderungen: Bodenprobenahme, Fotodokumentation, Maßnahmen-Protokoll und CO₂-Berechnung.

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